Nach Anke Blöbaum (1998). Die Arbeitsgruppe "Multidisziplinäre Ansätze zur Verhaltensänderung" im DFG-Schwerpunktprogramm "Mensch und globale Umweltveränderungen": Programm und Skalenentwicklungen für ZIS. ZUMA-Nachrichten, 43, S. 153 - 158).

 

Zielsetzungen und Arbeitsschwerpunkte der Arbeitsgruppe "Multidisziplinäre Ansätze zur Verhaltensveränderung"

 

Bereits während des ersten Kolloquiums des Schwerpunktprogramms im September 1995 wurden erste interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen gegründet. Zu diesen gehörte auch die Arbeitsgruppe "Multidisziplinäre Ansätze zur Verhaltensänderung". Sie besteht mittlerweile aus sieben Projekten mit PsychologInnen, SoziologInnen, PolitikwissenschaftlerInnen und ÖkonomInnen.

Diese Arbeitsgruppe dient primär als Plattform für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung über Modelle der Erklärung und Veränderung von Umwelthandeln, die in den verschiedenen beteiligten Projekten herangezogen werden. Im Verlauf von in der Arbeitsgruppe geführten Diskussionen wurden eine Reihe von inhaltlichen und methodischen Unterschieden bezüglich dieser Modelle deutlich. Darüber hinaus wurden aber auch Überschneidungen sichtbar: Auf theoretischer Ebene werden z.T. verwandte Konstrukte berücksichtigt, die dann allerdings in jedem Projekt unterschiedlich operationalisiert sind. Die Arbeitsgruppe entschied sich daher, die Konstrukte der einzelnen theoretischen Modelle und die verwendeten Skalen zu systematisieren, um so die Modelldiskussionen zu erleichtern. Trotz des methodischen und theoretischen Pluralismus innerhalb der Arbeitsgruppe war schließlich eine einheitliche Dokumentation der Erhebungsinstrumente aus den folgenden vier Projekten möglich:

-       aus dem Kieler Projekt "Identifikation von kognitiven, affektiven und sozialen Faktoren des Umwelthandelns",

-       aus dem Hohenheimer Projekt " Wohlstandskosten und verantwortliches Handeln. Eine experimentelle Studie zur Eignung von Informationen über den Zusammenhang von Umweltschädigung und Wohlstand als Interventionen zugunsten der Verpflichtung zu umweltschonendem Handeln",

-       aus dem Bochumer Teilprojekt "Verantwortung und Umweltverhalten" und seinem Folgeprojekt "Die Interaktion von ökologischer Normorientierung und situativen Faktoren",

-       aus dem Gießen-Mannheimer Projekt "Verbot, Anreiz oder Bewusstsein? Determinanten und Beeinflussung ökologieorientierten Verhaltens: Verkehrsmittelnutzung in einer Region".