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Münsteraner Fragebogen zur Evaluation - Zusatzmodul Rollenspiele (MFE-ZRo)

  • Autor/in: Grötemeier, I. & Thielsch, M. T.
  • In ZIS seit: 2010
  • DOI: https://doi.org/10.6102/zis105
  • Zusammenfassung: Die hier dokumentierte Itembatterie zur Bewertung von Rollenspielen ist ein Zusatzmodul des "Münsteraner Fragebogen zur Evaluation". Das Zusatzmodul trägt das Kürzel "MFE- ZRo".
    Abstract: The item battery documented here for the evaluation of role plays is an additional module of the "Münster Questionnaire for Evaluation". The additional module has the abbreviation "MFE- ZRo".
  • Sprache Dokumentation: deutsch
  • Anzahl der Items: 7
  • Reliabilität: keine Angaben
  • Validität: keine Angaben
  • Konstrukt: Lehrevaluation
  • Schlagwörter: Lehre, Rollenspiel | teaching, role play
  • Item(s) in Bevölkerungsumfrage eingesetzt: nein
  • URL Webseite: http://www.uni-muenster.de/PsyEval
  • Entwicklungsstand: unerprobt
    • Instruktion

      Die hier dokumentierte Itembatterie zur Bewertung von Rollenspielen ist ein Zusatzmodul des "Münsteraner Fragebogen zur Evaluation"  (MFE) und wird ohne eigene Instruktion präsentiert. Allgemeine Informationen zur Befragung erfolgen beim erstmaligen Zugriff auf das System (Verwendung der Daten, technische Voraussetzungen, u. ä.). Dabei werden auch demografische Merkmale der Teilnehmer erfragt. Üblicherweise wird die Itembatterie als Zusatzmodul direkt nach der Darbietung der Basismodule zur Evaluation von Seminaren (MFE-Sr) und Vorlesungen (MFE-Vr) vorgegeben.

       

      Items

      Nr.

      Items zu Rollenspiele

      1

      Ich konnte mein theoretisches Wissen in den Rollenspielen gut in die Praxis umsetzen.

      2

      Die Ziele der Rollenspiele wurden durch den/die Lehrende/n transparent gemacht.

      3

      Mir waren meine Aufgaben in den Rollenspielen unklar.

      4

      Ich habe durch die Rollenspiele meine kommunikativen Fähigkeiten verbessert.

      5

      Ich habe durch die Rollenspiele meine Teamfähigkeit verbessert.

      6

      Ich fühlte mich in den Rollenspielen gehemmt.

      7

      Der/Die Lehrende (bzw. der/die Tutor/in) gab mir nützliches Feedback zu meinen Leistungen in den Rollenspielen.

       

      Antwortvorgaben

      7-stufiges Antwortformat mit den Optionen 1 = "stimme gar nicht zu", 2 = "stimme nicht zu", 3 = "stimme eher nicht zu", 4 = "neutral", 5 = "stimme eher zu", 6 = "stimme zu" und 7 = "stimme vollkommen zu". Zusätzlich steht die Antwortoption "nicht sinnvoll beantwortbar" zur Verfügung.

       

      Auswertungshinweise

      Derzeitig liegen keine Angaben vor.

       

    Die Evaluation der Lehre ist ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung an Hochschulen. Nach Rindermann (1996) kann sie in verschiedenen Bereichen Verbesserungen initiieren: So kann sie die Lehrqualifikation der Lehrenden verbessern, Stärken und Schwächen auf Veranstaltungs-, Fach-, oder Universitätsebene aufdecken, Diskussionen zwischen Lehrenden und Studierenden unterstützen, die Mittelvergabe steuern und Weiterbildungsmaßnahmen veranlassen. Seit dem Wintersemester 2000/1 werden im Fach Psychologie an der Universität Münster strukturierte Evaluationsfragebögen eingesetzt. Seit dem Wintersemester 2003/4 wird die Lehrevaluation über eine webbasierte Darbietungsplattform online durchgeführt (Haaser, Thielsch und Moeck, 2007). Vorteile dieser Online-Erhebungsform sind große Zeitersparnisse bei Erhebung, Auswertung und Präsentation der Daten (vgl. z. B. Göritz, Soucek & Bacher, 2005; Haaser, Thielsch & Moeck, 2007; Thielsch & Weltzin, 2012). Außerdem konnte durch sie die Anzahl fehlender Werte durch entsprechend programmierte Rückmeldungen deutlich reduziert und das Feedback für Dozenten durch frei wählbare Vergleichsveranstaltungen wesentlich verbessert werden. Seit 2003 können zudem Zusatzmodule wie das hier beschriebene für eine individuell angepasste Lehrevaluation eingesetzt werden.

    Für den deutschsprachigen Raum liegt bereits eine Reihe von Instrumenten zur Lehrevaluation vor. Eine Übersicht geben Schmidt und Loßnitzer (2010). Sie sind jedoch meist vergleichsweise lang und somit nur bedingt für eine internetgestützte Darbietung und gleichzeitige Evaluation unterschiedlicher Veranstaltungen geeignet. Speziell für Online-Erhebungen und Rückmeldungen werden eher kurze und ökonomische Skalen benötigt. Hohe Ökonomie, das heißt insbesondere eine möglichst geringe zeitliche Belastung von Studierenden durch die Befragung, war deshalb ein vorrangiges Ziel bei der Konstruktion der Münsteraner Itembatterien zur Lehrevaluation. Deshalb wurden ab 2003 nur noch die wichtigsten Fragen in allgemeine Basismodule zur Lehrevaluation aufgenommen. Spezifischere Themenbereiche können durch Zusatzmodule erfasst werden. Dadurch konnten die ursprünglichen Münsteraner Fragebögen zur Evaluation von Seminaren (MFE-S) und zur Evaluation von Vorlesungen (MFE-V), die bereits für ZIS 13 dokumentiert wurden, kurz gehalten werden. Lehrende können deshalb jetzt in einer Vorphase die Befragung zu ihrer Veranstaltung individuell um gewünschte Zusatzmodule ergänzen und somit deren Evaluation spezifischer auf ihre jeweilige didaktische Konzeption zuschneiden. Von besonderem Vorteil ist zudem, dass den Studierenden so nur Fragen vorgelegt werden können, die für die zu bewertende Veranstaltung auch sinnvoll zu beantworten sind.

     

    Itemkonstruktion und Itemselektion

    Die Itembatterien der zehn Zusatzmodule des "Münsteraner Fragebogen zur Lehrevaluation" (MFE) wurden auf der Basis einer Analyse von Merkmalen guter Lehre (Grabbe, 2003) und durch die Aufteilung eines umfangreicheren Fragebogenentwurfs zur Evaluation von Seminaren entwickelt, der am Fachbereich Psychologie der Universität Münster konstruiert wurde. Die abschließende Version des von Grabbe (2003) erstellten Seminarfragebogens sollte mit 29 Items acht Dimensionen der Lehrqualität möglichst detailliert erfassen. Es zeigte sich aber im Gespräch mit den Dozenten, dass der Fragebogen für die an der Universität angebotenen Seminare nicht immer alle als relevant erachteten Bereiche abdeckte, da unterschiedlichste Seminarformen angeboten werden, deren Besonderheiten kaum mit einem allgemeinen Fragebogen zu erfassen sind. Daher wurden alle Fragen, die sich auf eine bestimmte Veranstaltungsform beziehen, aus den allgemeinen Evaluationsinstrumentarien herausgenommen und in Zusatzmodule integriert. So entstanden die Zusatzmodule "Referate" sowie "Gruppenarbeit". Sie können seit 2003 zusätzlich zum Seminarevaluationsfragebogen (MFE-Sr) eingesetzt werden. Außerdem wurden diese beiden Itembatterien auf Wunsch der Dozenten im gleichen Jahr um die Module "Basistexte", "Diskussion", "Exkursion", "Hausaufgaben" und "Moderation" ergänzt, die gleichermaßen für die Evaluation von Seminaren als auch von Vorlesungen herangezogen werden können, sowie um die nur für eine Beurteilung von Seminaren vorgesehenen Zusatzmodule "computergestützte Lehre", "Rollenspiele" und "Untersuchungen von Studierenden" (Moeck & Thielsch, 2004). In den folgenden Jahren wurden nur die Formulierungen einzelner Items geringfügig modifiziert.

    Im Sommersemester 2010 wurden alle Zusatzmodule einer grundlegenden Itemanalyse und -revision unterzogen. Hierbei ergab sich für das Zusatzmodul "Rollenspiele" eine hohe Korrelation zwischen zwei inhaltlich sehr ähnlichen Items, weshalb sie zu einem Item zusammengefasst wurden (Item 4). Da für die neu formulierte Version des Zusatzmoduls noch keine Daten vorliegen, können empirische Ergebnisse zu ihrer psychometrischen Qualität erst in der nächsten ZIS Version berichtet werden.

     

    Stichproben

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Variablen und Auswertungsmethode

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Itemanalysen

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Itemkennwerte

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Reliabilität

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Validität

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

    Deskriptive Statistiken

    Derzeitig liegen keine Angaben vor.

     

     

    • Ina Grötemeier, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Psychologie, Fliednerstr. 21, 48149 Münster, Webseite: www.uni-muenster.de/PsyEval.
    • Dr. Dipl.-Psych. Meinald Thielsch, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Psychologisches Institut 1, Fliednerstr. 21, 48149 Münster, E-Mail: thielsch@uni-muenster.de, Tel. 0251 83 34154.