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Geschlechterrollenorientierung

  • Autor/in: Krampen, G.
  • In ZIS seit: 1997
  • DOI: https://doi.org/10.6102/zis189
  • Zusammenfassung: Die hier dokumentierten Items erfassen Geschlechterrollenorientierungen von Individuen. Dabei werden Geschlechtsrollenorientierungen als die normativen Konzeptionen eines Individuums über ange ... mehrmessenes Verhalten von Frauen und Männern definiert. Diese normativen Einstellungsaspekte beinhalten moralische Wertungen darüber, wie sich Männer und Frauen verhalten sollten und wie sie sein sollten. weniger
    Abstract: The items documented here capture the gender role orientations of individuals. Gender role orientations are defined as the normative conceptions of an individual about appropriate behavior of women ... mehr and men. These normative attitudes include moral judgements about how men and women should behave and what they should be like. weniger
  • Sprache Dokumentation: deutsch
  • Sprache Items: deutsch
  • Anzahl der Items: 36
  • Reliabilität: Split-half-Reliabilität = .92; Interne Konsistenz = .99
  • Validität: Hinweise auf die Kriteriumsvalidität und auf die Konstruktvalidität
  • Konstrukt: Geschlechterrollenorientierung
  • Schlagwörter: Geschlecht, Geschlechtsstereotypen, Gender | gender, gender stereotypes
  • Item(s) in Bevölkerungsumfrage eingesetzt: ja
  • URL Datenarchiv: http://dx.doi.org/10.4232/1.11898
  • Entwicklungsstand: validiert
    • Instruktion

      Geben Sie bitte bei den folgenden Aussagen an, inwieweit sie sich mit Ihrer persönlichen Meinung decken. Tun Sie dies bitte, indem Sie jeweils den entsprechenden Zahlenwert für 'sehr falsch', 'falsch', 'eher falsch', 'eher richtig', 'richtig', 'sehr richtig' ankreuzen.

       

      Items

      Nr.

      Item

      Polung

      1

      Es ist für eine Frau wichtiger, den Ehemann bei seiner Karriere zu unterstützen, als selbst Karriere zu machen.

      +

      2

      Die Idee, dass junge Frauen und Mädchen in der Fußball-Bundesliga spielen, ist einfach lächerlich.

      +

      3

      Der Anteil an Zeit und Energie, den jemand seiner Karriere einerseits und der Familie andererseits zukommen lässt, sollte von den persönlichen Wünschen und Interessen und nicht vom Geschlecht bestimmt werden.

      -

      4

      Es ist für eine Frau wichtiger, eine gute Figur zu haben und gut gekleidet zu sein, als für einen Mann.

      +

      5

      Der alte Ausspruch "die Frau gehört ins Haus und zur Familie" ist im Grund richtig, und es sollte auch so bleiben.

      +

      6

      Eine Frau sollte gegenüber Männern nicht zu strebsam sein.

      +

      7

      Eine Frau, die in der Öffentlichkeit arbeitet (z.B. eine Verkäuferin), sollte nicht mehr arbeiten, wenn zu sehen ist, dass sie schwanger ist.

      +

      8

      Der Mann sollte in einer Familie für alle größeren Entscheidungen verantwortlich und zuständig sein.

      +

      9

      In einer Gruppe mit weiblichen und männlichen Mitgliedern sollte ein Mann die Führungsposition innehaben.

      +

      10

      Verheiratete Frauen, die Kinder im Schulalter haben, sollten nicht arbeiten, es sei denn, es ist für die Familie finanziell unbedingt notwendig.

      +

      11

      Wenn sich ein gut qualifizierter Mann und eine etwas besser qualifizierte Frau um eine Arbeitsstelle bewerben, so sollte der Mann die Stelle erhalten, da er eine Familie ernähren muss.

      +

      12

      Die Ehe ist eine Partnerschaft, in der Frau und Mann gleichermaßen für die Finanzen verantwortlich sein sollten.

      -

      13

      Eine Frau sollte lieber auf ihre Karriere verzichten, als darauf bestehen, dass ihr Mann wegen einem für sie notwendigen Ortswechsel eine neue Arbeitsstelle suchen muss.

      +

      14

      Eine verheiratete Frau, die lieber im Beruf weiterkommen möchte und keine Kinder haben will, sollte deswegen kein schlechtes Gewissen haben.

      -

       

      15

       

      Verheiratete Frauen, die Kinder im Vorschulalter haben, sollten nicht arbeiten, es sei denn, dass es für die Familie finanziell notwendig ist.

       

      +

      16

      Im allgemeinen ist es besser, wenn ein Mann der Leiter einer Abteilung ist, in der Frauen und Männer arbeiten.

      +

      17

      Ein Mann sollte kein schlechtes Gewissen haben, wenn seine Frau mehr verdient als er.

      -

      18

      Es ist gut, wenn Frauen lokalpolitische Ämter innehaben.

      -

      19

      Wenn sich ein Student und eine Studentin um ein Stipendium bewerben, so sollte es der Student erhalten, da er größere berufliche Chancen hat.

      +

      20

      Wenn eine Frau eine obszöne Sprache gebraucht, so ist das nicht anstößiger, als wenn ein Mann dies tut.

      -

      21

      Auch Jungen sollten mit Puppen spielen.

      -

      22

      Man sollte Mädchen raten, einen weiblichen Beruf wie Krankenschwester, Schneiderin oder Grundschullehrerin zu wählen.

      +

      23

      Frauen sollten alle athletischen Sportarten betreiben.

      -

      24

      Eltern sollten bei Töchtern ebenso wie bei Söhnen unabhängiges und selbständiges Verhalten ermuntern und fördern.

      -

      25

      Frauen sollten auch traditionell männliche Berufe wie Maurer oder Pilot ergreifen.

      -

      26

      Wenn eine Frau ihren Mädchennamen nach der Hochzeit behalten will, so ist nichts dagegen einzuwenden.

      -

      27

      Es wäre nichts dagegen zu sagen, wenn einmal eine Frau Bundeskanzler würde.

      -

      28

      Die berufliche Ausbildung von Jungen sollte für Eltern und Lehrer wichtiger sein als die von Mädchen.

      +

      29

      Auch wenn eine Frau arbeitet, sollte der Mann der "Haupt-Brotverdiener" sein, und die Frau sollte die Verantwortung für den Haushalt tragen.

      +

      30

      In der Grundschule sollten Mädchen Kleider und keine langen Hosen tragen.

      +

      31

      Wenn eine Frau Pfarrer oder Priester wird, so ist nichts dagegen einzuwenden.

      -

      32

      Frauen sollten vermehrt wichtige landes- und bundespolitische Ämter innehaben.

      -

      33

      Es ist nicht gut, wenn ein Mann zu Hause bleibt und die Kinder versorgt und seine Frau arbeitet.

      +

      34

      Der einzige Grund, warum Mädchen einen Beruf erlernen sollten, besteht darin, dass sie eventuell nicht heiraten oder geschieden werden können.

      +

      35

      Es gibt keine richtige Begründung dafür, dass Männer im vollen Bus ihren Sitzplatz einer Frau anbieten sollten.

      +

      36

      Männer sollten ruhig auch Berufe ergreifen, die traditionell Frauen vorbehalten sind (z.B. Kindergärtner, Telefon-Vermittler).

      -

       

      Antwortvorgaben

      6-stufige Kategorialskalen mit den Optionen (1) sehr falsch, (2) falsch, (3) eher falsch, (4) eher richtig, (5) richtig, (6) sehr richtig.

       

      Auswertungshinweise

      Pro Item werden 1 (nicht-traditionelle Antworten) bis 6 Punkte (traditionelle Antworten) vergeben. Es wird ein ungewichteter Summenindex mit einem Range von 36 (extrem nicht-traditional) bis 216 (extrem traditionelle normative Geschlechtsrollenorientierung) gebildet.

       

       

    Geschlechtsrollenorientierungen werden als die normativen Konzeptionen eines Individuums über angemessenes Verhalten von Frauen und Männern definiert. Mit Geschlechtsrollenorientierung werden also normative Einstellungsaspekte bezeichnet, die moralische Wertungen darüber beinhalten, wie sich Männer und Frauen verhalten sollten und wie sie sein sollten. Krampen nimmt dabei an, dass Aussagen über die Moderatorrolle des Geschlechts nur möglich sind, wenn die Einstellungen von Befragten zur Geschlechtsrolle und nicht nur ihr Geschlecht als bloße biologische Variable bekannt sind.

     

     

    Itemkonstruktion und Itemselektion

    Brogan und Kutner (1976) gingen von 53 Einstellungsitems aus, die zum Teil aus bestehenden Geschlechtsrollen-Fragebögen ausgewählt und umformuliert, zum Teil neu formuliert worden waren. Die Items bezogen sich auf sechs Bereiche:

    (1)     Einstellungen gegenüber der traditionellen geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung in der Ehe.

    (2)     Einstellungen gegenüber der traditionellen geschlechtsspezifischen Machtstruktur in Familie, Politik und Arbeitswelt.

    (3)     Einstellungen gegenüber traditionellen und nicht-traditionellen beruflichen Beschäftigungen von Frauen und Männern.

    (4)     Einstellungen gegenüber traditionellem und nicht-traditionellem politischen Status von Frauen.

    (5)     Einstellungen gegenüber angemessener geschlechtsspezifischer Sozialisation von Jungen und Mädchen.

    (6)     Einstellungen zu bestehenden Stereotypen über angemessenes Geschlechtsrollenverhalten, die in 1 bis 5 nicht enthalten sind (etwa Kleidung, Moral).

    Diese sechs Inhaltsbereiche sollten bei der Formulierung der Items helfen. Sie wurden aber nicht als Subskalen des Instruments angelegt. Alle Items wurden präskriptiv ("Frauen sollten ...") oder proskriptiv ("Frauen sollten nicht ...") formuliert. Die so zusammengestellten 53 Items wurden dann 298 Personen (70 % Studenten) zur Beantwortung vorgelegt. Nach einer Itemanalyse wurden 17 Items wegen einer zu niedrigen Item-Skalen-Korrelation oder wegen uneindeutiger Frageformulierungen eliminiert. Krampen (1979) übersetzte die verbleibenden 36 Items von Brogan und Kutner ins Deutsche. Die Übersetzung wurde von 10 Personen (Deutschen) auf Verständlichkeit und Eindeutigkeit der Aussagen geprüft. Um den potentiellen Einfluss einer Ja-Sage-Tendenz zu minimieren wurden 21 Items positiv im Sinne der Skala formuliert, 15 Items negativ.

     

    Stichproben

    Der Fragebogen wurde 151 Personen zur Beantwortung vorgelegt. 50 von diesen waren Alkoholiker, 45 waren männliche, junge Strafgefangene und bei 56 handelte es sich um "sonstige" Personen. Die Alkoholiker hatten gerade mit einer stationären Entziehungskur begonnen. Das durchschnittliche Alter dieser Stichprobe betrug M = 39.1 Jahre (s = 11.2; 16 Frauen, 34 Männer). Die männlichen Strafgefangenen waren im Durchschnitt M = 20.4 Jahre alt (s2 = 1.51). Die Fragebögen wurden in der Strafanstalt bearbeitet. Das durchschnittliche Alter der "sonstigen" Probanden betrug M = 36.2 Jahre (s3 = 15.4; 16 Frauen, 40 Männer). Es handelte sich um eine heterogene Stichprobe, die sich aus 31 Teilnehmern eines Kurses der Erwachsenenbildung, 11 Studenten und 14 Patienten auf einer Station für innere Medizin zusammensetzte.

    In einer Replikationsstudie wurden N = 80 Lehramtskandidatinnen mit einem durchschnittlichen Alter von M = 22 Jahren (s = 2.86) befragt. Krampen (1980) untersuchte an dieser Stichprobe die Beziehung zwischen subjektiven Sozialisationserinnerungen im familiären und schulischen Bereich und der aktuell vertretenen normativen Geschlechtsrollenorientierung. Es zeigten sich statistisch bedeutsame Interdependenzen: "Liberale Geschlechtsrollenorientierungen liegen vor, wenn in der schulischen Sozialisation eine geringere Restriktivität erlebt bzw. erinnert wird und wenn die familiäre Sozialisation als emotional warm, wertschätzend und als wenig an rigiden Normen und Verhaltensregeln orientiert erlebt bzw. erinnert wird" (Krampen, 1980, S. 382). Diese Replikation (mit einer um 2 Items = Nr. 15 und 23 reduzierten Fassung) bestätigt weitgehend die Befunde aus den ersten Untersuchungen. Krampen (1983) stellt Befunde zu einer 11-Item Kurzfassung des Instruments vor.

     

    Itemanalysen

    Es wurde eine Hauptkomponenten-Faktorenanalyse berechnet (siehe Tabelle 1). Die quadrierten multiplen Korrelationskoeffizienten wurden als Anfangsschätzung für die Kommunalitäten eingesetzt. Es wurden mehrere nach Varimax rotierte Faktorenlösungen ermittelt und eine 4-faktorielle Lösung ausgewählt. Diese vier Faktoren erklären 46.3% der Gesamtvarianz. Faktor I kann als normative Orientierung zu bestehenden Stereotypen über Geschlechtsrollen-Verhalten interpretiert werden. Er erklärt 45.3 % der relativen Varianz. Als stärkster Faktor beinhaltet er auch die Einstellungen gegenüber der Arbeitsteilung in der Ehe und die über die Sozialisation von Jungen und Mädchen. 15 Items laden auf diesem Faktor I. Faktor II, der 22.6 % der Varianz erklärt, fasst im Wesentlichen die Items zu normativen Orientierungen gegenüber der traditionellen Machtstruktur zwischen den Geschlechtern zusammen. Faktor III kann als normative Orientierungen gegenüber der beruflichen Situation und Sozialisation der Geschlechter bezeichnet werden (aufgeklärter Varianzanteil: 18.6 %). Faktor IV hat einen relativen Varianzanteil von 13.53 %. Er fasst die Items zusammen, die normative Orientierungen zur nicht-traditionellen Rolle des Mannes thematisieren.

     

    Tabelle 1

    Faktorladungen der Items

    Faktor

    Item

    I

    II

    III

    IV

    01

    .55

    .03

    .15

    -.19

    02

    .16

    .06

    .46

    -.19

    03

    -.23

    -.46

    .08

    -.02

    04

    .47

    -.04

    .08

    -.18

    05

    .72

    .16

    .12

    -.08

    06

    .58

    .20

    .01

    -.04

    07

    .59

    .12

    .02

    -.18

    08

    .70

    .33

    .10

    .03

    09

    .70

    .23

    .15

    -.14

    10

    .50

    -.46

    .41

    .11

    11

    .67

    -.02

    .32

    -.04

    12

    -.09

    .43

    -.18

    .10

    13

    .69

    -.05

    .12

    .19

    14

    -.04

    -.32

    -.51

    .22

    15

    .43

    -.48

    .28

    .02

    16

    .64

    .08

    .33

    -.08

    17

    -.13

    -.57

    -.27

    .15

    18

    -.11

    -.27

    -.49

    .32

    19

    .46

    .18

    .57

    .18

    20

    -.05

    .07

    -.19

    .27

    21

    -.33

    -.33

    -.12

    .56

    22

    .41

    .10

    .51

    .05

    23

    .04

    .01

    -.18

    .37

    24

    -.13

    -.70

    -.08

    .01

    25

    -.48

    -.26

    -.27

    .37

    26

    -.22

    -.58

    -.37

    .06

    27

    -.31

    -.58

    -.42

    .22

    28

    .63

    .37

    .09

    .06

    29

    .75

    .20

    .11

    .00

    30

    .57

    .24

    .13

    .05

    31

    -.22

    -.43

    -.55

    -.02

    32

    -.21

    -.32

    -.38

    .41

    33

    .64

    .06

    .11

    -.43

    34

    .52

    .09

    .16

    .20

    35

    -.06

    -.06

    .02

    .70

    36

    -.20

    -.47

    -.15

    .45

     

    Itemkennwerte

    Die part-whole korrigierten Item-Gesamt-Korrelationen (rit-i) liegen in Tabelle 2 vor. In der Replikationsstudie wurden die Items 15 und 23 aufgrund ihrer niedrigen Reliabilitätskoeffizienten nicht mehr verwendet. Die Ladungen der Items auf den Zielfaktoren belegen die formale Gültigkeit.

     

    Tabelle 2

    Part-whole korrigierte Item-Gesamt-Korrelationen (rit-i)

    Item

    rit-i

    01  

       .50

    02  

       .26

    03  

       .36

    04  

       .35

    05  

       .56

    06  

       .55

    07  

       .59

    08  

       .63

    09  

       .61

    10  

       .22

    11  

       .54

    12  

      -.37

    13  

       .55

    14  

      -.41

    15  

       .15

    16  

       .60

    17  

      -.38

    18  

      -.45

    19  

       .52

    20  

      -.36

    21  

      -.57

    22  

       .51

    23  

      -.17

    24  

      -.51

    25  

      -.63

    26  

      -.49

    27  

      -.65

    28  

       .59

    29  

       .62

    30  

       .58

    31  

      -.52

    32  

      -.48

    33  

       .56

    34  

       .50

    35  

      -.24

    36  

      -.53


     

    Reliabilität

    Testhalbierungsreliabilität (odd-even-Methode) nach Spearman-Brown rtt = .92 (Replikation 34 Items: .97). Koeffizient für interne Konsistenz: rtt = .99 (Replikation: .99).

     

    Validität

    1. Differentielle Validität

    Zur Überprüfung der differentiellen Validität wurden faktorielle Varianzanalysen und t-Tests für unabhängige Stichproben (Subgruppenbildung) durchgeführt. Die Ergebnisse aus Tabelle 3 bestätigen die Befunde von Brogan und Kutner (1976), sowie von Mulford (1977), dass Alkoholiker traditionellere Geschlechtsrollenorientierungen haben als andere Personen.

     

    Tabelle 3

    Mittelwerte (M) und Standardabweichungen (s) für die verschiedenen Subgruppen

                      

    N

    M

    s

    Stichproben:

     

     

     

    Alkoholiker       

    59

    117.20

    22.01

    Strafgefangene    

    45

    100.80

    23.36

    sonstige Pbn      

    56

    96.20

    35.86

    Geschlechtsgruppen:

     

     

     

    Frauen            

    32

    92.81

    30.34

    Männer            

    74

    111.90

    30.86

    Altersgruppen:

     

     

     

    bis 26 Jahre      

    50

    97.00

    26.56

    27 bis 40 Jahre   

    51

    91.84

    27.49

    über 41 Jahre    

    50

    125.00

    23.31

    Religionszugehörigkeit

     

     

     

    katholisch        

    94

    108.20

    28.41

    evangelisch       

    43

    105.00

    25.89

    keine             

    14

    78.64

    36.32

     

    2. Konstruktvalidität

    Die Korrelationen der Geschlechtsorientierung mit anderen Konstrukten können Tabelle 4 entnommen werden. Es zeigten sich statistisch bedeutsame Beziehungen zwischen normativen Geschlechtsrollenorientierungen und Rigidität bzw. Externalität, während Internalität und normative Geschlechtsrollenorientierungen nicht bedeutsam zusammenhängen.

     

    Tabelle 4

    Korrelationen der Geschlechtsorientierung mit anderen Konstrukten

     

     

    Krampen 1979a

    (N = 151)

    Krampen 1980

    (N = 80)

    Konstrukte  

     

     

    Soziale Erwünschtheit

       -

    .10

    Rigidität   

    .62*

    .58*

    Internalität

    .05

    .07

    Externalität (P-Skala)

    .25*

    .26***

    Externalität (C-Skala)

    .36*

    .32**

    Anmerkung. * = p <.001, ** = p <.01, ***= p <.05

     

    Deskriptive Statistiken

    Der Mittelwert der Gesamtstichprobe (siehe Tabelle 3) beträgt M = 104.5 (s = 29.5).

    Prof. Dr. Günter Krampen, Universität Trier, Fachbereich 1 Psychologie, Postfach 38 25, 54228 Trier.