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Autoritäre Einstellungen

  • Autor/in: Ulbrich-Herrmann, M.
  • In ZIS seit: 2001
  • DOI: https://doi.org/10.6102/zis125
  • Zusammenfassung: Die Skala Autoritäre Einstellungen erfasst die habitualisierte Bereitschaft, in Krisensituationen mit einer Flucht in den Schutz von Sicherheit bietenden Instanzen zu reagieren. Die Entwicklung der Sk ... mehrala basiert auf den Arbeiten von Oesterreich (1993). Die Skala wurde im Projekt Jugend und Gewalt an der Universität Bielefeld entwickelt. weniger
    Abstract: The scale Authoritarian attitudes records the habitualized willingness to react in crisis situations by fleeing into the protection of instances offering security. The development of the scale is base ... mehrd on the work of Oesterreich (1993). The scale was developed in the project Youth and Violence at the University of Bielefeld. weniger
  • Sprache Dokumentation: deutsch
  • Sprache Items: deutsch
  • Anzahl der Items: 16
  • Reliabilität: Cronbachs Alpha = .74
  • Validität: Zusammenhänge mit Kriteriumsvariablen
  • Konstrukt: Autoritarismus
  • Schlagwörter: Jugend, Autoritarismus, Krise, Sicherheit | youth, authoritarianism, crisis, security
  • Item(s) in Bevölkerungsumfrage eingesetzt: nein
  • Entwicklungsstand: validiert
    • Instruktion

      Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf Sie zu?

       

      Items

      Nr.

      Item

      1

      Ich lerne gerne fremde Menschen kennen.

      2

      Ich versuche, Dinge immer in der üblichen Art und Weise zu machen.

      3

      Ich handele gerne nach dem Satz: "Vorsicht ist besser als Nachsicht."

      4

      Neue und ungewöhnliche Situationen sind mir unangenehm.

      5

      Ich glaube, dass die meisten so wie ich denken.

      6

      Ich sehe zu, immer auf der Seite der Stärkeren zu sein.

      7

      Veränderungen sind mir unangenehm.

      8

      Ich lasse mich nicht gerne auf Auseinandersetzungen ein, aber ich weiß ganz gut, wie ich  mich rächen kann.

      9

      Ich freue mich, wenn ein Schüler/Lehrling, den ich nicht leiden kann, Ärger mit einem Lehrer/Ausbilder bekommt.

      10

      Ich bewundere Menschen, die die Fähigkeit haben, andere zu beherrschen.

      11

      Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

      12

      Ich gehe Menschen, die anders als ich sind, aus dem Weg.

      13

      Ich fühle mich wohl in gutorganisierten Gruppen.

      14

      Ich habe mich immer bemüht, es meinen Eltern rechtzumachen.

      15

      Ich fühle mich in Gesellschaft fremder Menschen unsicher und unwohl.

      16

      Ich wünsche mir für die Zukunft ein möglichst ruhiges Leben.

       

      Antwortvorgaben

      4-stufige Likert-Skala mit den Endpolen (1) "stimmt gar nicht" und (4) "stimmt völlig".

       

      Auswertungshinweise

      Zur Skalenbildung diente das Skalierungsverfahren nach dem theoretischen Modell von Likert (1932). Nach der "Methode der summierten Ratings" (Summenscores) werden die Itemwerte für jeden Befragten addiert und schließlich durch die Anzahl der Items geteilt.

       

       

    Die hier dokumentierte Skala wurde neben einer Reihe weiterer Skalen in der Untersuchung "Lebensstile Jugendlicher und Gewalt" eingesetzt. Die Studie wurde im Teilprojekt "Jugend und Gewalt" (1992 - 1996, Leitung Prof. Wilhelm Heitmeyer) des Sonderforschungsbereichs 227 "Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter" der Universität Bielefeld 1994 mit dem Ziel durchgeführt, Jugendgewalt auf der Basis von Lebensstilen als sozialstrukturellen Gruppierungskategorien zu beschreiben und zu erklären. Eine ausführliche Begründung und theoretische Einordnung dieser Zielsetzungen findet sich in Ulbrich-Herrmann und in Auszügen hier.

    Im Zusammenhang mit den hier dokumentierten Instrumenten wird Gewalt eher eng gefasst. Sie wird definiert als eine destruktive physische Handlung gegenüber Personen oder Sachen, die gegen den Willen der Betroffenen erfolgt.

    Die hier untersuchten gewaltbefürwortenden Einstellungen und gewaltförmigen Verhaltensweisen von Jugendlichen werden dieser Definition entsprechend auf körperliche Gewalt hin operationalisiert. Diese Einschränkung erfolgt aus forschungsökonomischen Gründen und mit dem Ziel, die Anzahl der durch Lebensstile zu erklärenden Gewaltaspekte auf einen wichtigen Kernbereich von Jugendgewalt zu begrenzen. Die Beschränkung bringt es mit sich, dass beispielsweise Formen psychischer oder autoaggressiver Gewalt im Rahmen dieser Arbeit  nicht thematisiert werden können.

    Die verwendete Autoritarismus-Skala basiert auf den Arbeiten von Detlef Oesterreich. Er beschreibt die autoritäre Persönlichkeit als "die habitualisierte Bereitschaft, in Krisensituationen mit einer Flucht in den Schutz von Sicherheit bietenden Instanzen zu reagieren" (Oesterreich, 1993, S. 43). Ihre motivationale Grundlage findet diese Reaktion in Angst und Verunsicherung. Die Schutz und Sicherheit bietenden Instanzen sind häufig Menschen, von denen erhofft wird, dass diese aufgrund ihrer größeren Macht Probleme lösen und die damit verbundenen Ängste abbauen (Oesterreich,1996, S. 108). Der Autoritarismus-Ansatz beschreibt damit eine psychische Reaktion, die als Basisreaktion menschlichen Verhaltens angesehen werden kann (Oesterreich, 1996, 108) und durch situationelle Faktoren ausgelöst wird. Der autoritäre Persönlichkeitstyp ist darüber hinaus durch die Unfähigkeit gekennzeichnet, sich aus der autoritären Reaktion zu lösen (Oesterreich, 1993, 43). Dimensionen der Autoritarismus-Skala sind: Konventionelle Anpassung, ängstliche Abwehr von Neuem, Orientierung an Autorität, Engstirnigkeit, feindselige Züge (Oesterreich, 1993, S. 75ff).

    Die Autoritarismus-Skala wird hier dem Bereich der gewaltaffinen Einstellungen zugerechnet, weil nach Oesterreich zur Phänomenologie des Typus der autoritären Persönlichkeit "Aggressivität ebenso wie Unterwürfigkeit und Gehorsam" (Oesterreich, 1996, S. 128) gehören. Allerdings handelt es sich nicht um die "Aggressivität von 'Schlägertypen' (...), die quasi ständig einen Anlaß suchen, aggressiv werden zu können. Autoritäre Persönlichkeiten sind vielmehr aufgrund ihrer Persönlichkeitsentwicklung ängstlich, abwehrend und zurückhaltend. Sie können in drei Situationen aggressiv werden: 1. wenn Autoritäten ihnen aggressives Verhalten befehlen, 2. wenn eine sanktionslose Bestrafung von als bedrohlich erlebten sozialen Minderheiten möglich erscheint und 3. wenn ihnen in bedrohlichen Situationen die autoritäre Reaktion einer Flucht in die Sicherheit nicht möglich ist" (Oesterreich, 1996, S. 130).

    Die ebenfalls gewaltaffinen machiavellistischen Orientierungen unterscheiden sich von den autoritären Orientierungen erheblich. Oesterreich bemerkt zu den Unterschieden: "Machiavellisten sind keineswegs Menschen, die ihr Leben ohne Autorität nicht bewältigen können, sondern autonome Persönlichkeiten, die wissen, was sie wollen, und auch bereit sind, dieses durchzusetzen" (Oesterreich, 1996, S. 86).

    Itemkonstruktion und Itemselektion

    Die verwendete Autoritarismus-Skala wurde in Anlehnung an die Arbeiten von Detlef Oesterreich (1993, 1996) konstruiert. Eine frühere Version einer aus zwei Subskalen zu Rigidität und Dogmatismus bestehenden Autoritarismus-Skala dieses Autors ist in ZIS dokumentiert.

    Die psychometrischen Eigenschaften der hier dokumentierten Skala wurden mit Daten aus der Untersuchung "Lebensstile Jugendlicher und Gewalt" geprüft. Die Untersuchung war Bestandteil des  Teilprojekts "Jugend und Gewalt" (1992 - 1996, Leitung Prof. Wilhelm Heitmeyer) des Sonderforschungsbereichs 227 "Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter" der Universität Bielefeld.

    Ziel der 1994 durchgeführten Untersuchung war die Beschreibung und Erklärung von Jugendgewalt auf der Basis von Lebensstilen als sozialstrukturellen Gruppierungskategorien. Eine ausführliche Begründung und theoretische Einordnung dieser Zielsetzungen findet sich in Ulbrich-Herrmann.

    Der Fragebogen der Untersuchung "Lebensstile Jugendlicher und Gewalt" mit der hier dokumentierten Skala wurde hinsichtlich seines Umfangs so konzipiert, dass zwei Schulstunden für seine Beantwortung ausreichten. Eine gekürzte Form ist in Anhang 5 bei Ulbrich-Herrmann (1998) abgedruckt.

    Der Fragebogen der Untersuchung "Lebensstile Jugendlicher und Gewalt": Nach der Erhebung demographischer Angaben (S. 3 bis 7: Geschlecht, Alter, Familienstand Nationalität, Geschwister, Familiensituation, Fragen zu den Wohnverhältnissen und Freizeitmöglichkeiten, Bildungs- und Berufs(-ausbildung), Konfession, Statussicherheit, Belastungen und Leistungszufriedenheit bezüglich Schule und Ausbildung, formaler Bildung und beruflicher Situation der Eltern, finanziellen Ressourcen, und Parteienpräferenz) teilt sich der Fragebogen in zwei Hauptteile:

    1.     Fragen zu lebensstilrelevanten Verhaltensbereichen (S. 8 bis 29)  und

    2.     Fragen zu Gewalterfahrungen, Einstellungen und Werten bezüglich Gewalt sowie eigenem Gewaltverhalten (S. 30 bis 50).

    Im zweiten Teil werden darüber hinaus Themen behandelt, die sich in früheren Arbeiten als relevant zur Erklärung von Gewalt herauskristallisiert haben: der leicht reduzierte Milieuindikator zur Identifizierung des SINUS-Milieus, Fragen zu Werten und Normen, zu Familie, Eltern und Freunden; ferner Instrumente zur Erfassung von Anomie,  manifester Angst, dem Selbstwert der Befragten sowie internalen und externalen Kontrollüberzeugungen, dem Umgang mit Problemen, machiavellistischen und autoritären Einstellungen wie auch der Neigung zu "Law-and-Order-Positionen". Eingesetzt wurde darüber hinaus eine Fragenbatterie, mit deren Hilfe die analytischen Kategorien Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Heterophobie und Etabliertenvorrechte erfasst und getrennt werden sollten. Das Erhebungsinstrument endet mit Fragen zur Erfassung der Einstellung gegenüber Traditionen.

     

    Stichproben

    Die Untersuchung wurde als schriftliche Befragung in drei Untersuchungsregionen der alten Bundesländer durchgeführt, um lebensstilprägende Einflüsse einer städtischen Metropole, einer mittelgroßen Stadt und einer ländlichen Region erfassen zu können. Ausgewählt wurden unter diesem Gesichtspunkt und mit Blick auf beschränkte finanzielle Ressourcen folgende Untersuchungsregionen in Nordrhein-Westfalen: die (metropolenähnliche) Stadt Köln, die Stadt Hamm und der ländlich geprägte Raum des Kreises Minden-Lübbecke. Die Stichprobenziehung erfolgte in mehreren Schritten.

    Zunächst wurden alle Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sowie die Berufsschulen der drei Untersuchungsgebiete Köln, Hamm und des Kreises Minden-Lübbecke angeschrieben (169 Schulen) und nach der Darlegung des Untersuchungsvorhabens um die Teilnahme an der Untersuchung gebeten. Die Schulen, die ihre Teilnahme zusicherten, machten gleichzeitig konkrete Angaben über die zur Befragung erreichbaren Klassen bzw. die jeweiligen Kontaktpersonen in den Jahrgängen 10 bis 13 sowie im ersten bis dritten Lehrjahr der Berufsschulen. Eine positive Rückantwort unter Nennung der für die Befragung geeigneten Klassen einschließlich der Namen der Kontaktpersonen ging von 98 Schulen ein. Damit war die Rücklaufquote und Teilnahmebereitschaft der Schulen mit 58% unerwartet hoch.

    In einem zweiten Schritt wurde per Zufall diejenige Anzahl von Schulklassen aus der Gesamtzahl aller teilnahmebereiten Schulen gezogen, die eine Stichprobe von ca. 1000 Schülern ergab, wobei die Verteilung der Schulformen und Jahrgänge derjenigen der amtlichen Schulstatistiken entsprechen sollte. Wir gingen dabei von durchschnittlich 20 verwertbaren Fragebögen pro Schulklasse aus. Alle Jugendlichen, die jünger oder älter als 15 bis 22 Jahre waren, wurden aus der realisierten Stichprobe ausgeschlossen. Mit diesem Alterskorridor sollte sichergestellt werden, dass die wichtigsten Ereignisse der Jugendphase abgedeckt werden: Beendigung der Schule und Beginn einer Ausbildung, Auszug aus dem Elternhaus (90% der Jugendlichen verlassen zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr das Elternhaus nach Friedrichs und Kamp, 1978), etc. Ausgeschlossen wurden aus dieser auch alle ausländischen Jugendlichen, da für diese andere Stilkriterien zu berücksichten sind als für deutsche Jugendliche.

    In Abhängigkeit von der Teilnahmebereitschaft der Schulleitung an der Untersuchung hatte nicht jede Schülerin und jeder Schüler die gleiche Chance, in die Stichprobe zu gelangen. Dies hatte zwar kaum Auswirkungen auf die Teilnahmequoten der Geschlechter (52% Männer und 48% Frauen).

    Jüngere Schüler und Schülerinnen (10. Klasse und 11. Klasse/1. Lehrjahr) sowie Befragte aus Gesamt- und Realschulen sowie Gymnasien sind jedoch überrepräsentiert und ältere Schüler und Schülerinnen (12. Klasse/2. Lehrjahr und 13. Klasse/3. Lehrjahr) sowie Berufsschüler sind unterrepräsentiert.

     

    Itemanalysen

    Die Inter-Item-Korrelationen variieren zwischen -.08 und .46. Ihr Mittelwert beträgt .15.

     

    Itemkennwerte

    Die Item-Mittelwerte ("Schwierigkeit") reichen von 1.64 (Item 12) bis 2.86 (Item 3). 13 von 16 Item-Mittelwerten liegen unterhalb der numerischen Mitte der Antwortkategorien (2.5).

    Die korrigierten Item-Skala-Korrelationen reichen von .20 bis .46. Um die Vergleichbarkeit der verwendeten Autoritarismus-Skala mit ihren Anwendungen in anderen Untersuchungen aufrechtzuerhalten, wurde darauf verzichtet, folgende Items mit Item-Skala-Korrelationen unter .30 zu eliminieren.

    -       Ich lerne gerne fremde Menschen kennen. (.20)

    -       Ich handele gerne nach dem Satz: "Vorsicht ist besser als Nachsicht." (.26)

    -       Ich glaube, dass die meisten so wie ich denken. (.26)

    -       Ich wünsche mir für die Zukunft ein möglichst ruhiges Leben. (.27)

    Seine Berechtigung erhält dieses Vorgehen dadurch, dass ein Eliminieren der Items jeweils für sich genommen keine Verbesserung des Reliabilitätskoeffizienten bewirkt hätte.

     

     

    Reliabilität

    Cronbachs Alpha für die Gesamtskala beträgt .74. Mit Blick auf die Reliabilitätsanalyse kann die Autoritarismus-Skala insgesamt als gut bewertet werden.

     

    Validität

    Zur Vereinfachung der sozialstrukturellen Deskription der Autoritarismus-Skala (siehe Tabelle 1) wurde der Wertebereich (1 bis 4) in drei gleich große Intervalle mit den Bezeichnungen "niedrig", "mittel", "hoch" geteilt. Es zeigt sich, dass von den befragten Jugendlichen ausgesprochen wenige (N = 17; 2.3%) hohe Autoritarismuswerte aufweist. Über die Hälfte der Jugendlichen zeigt mittlere Werte (58.0%) und ein gutes Drittel niedrige (39.7%). Die Analysen lassen erkennen, dass es hochsignifikante Unterschiede in den Autoritarismuswerten zwischen den Geschlechtern dergestalt gibt, dass Jungen eher zu autoritären Einstellungen neigen als Mädchen (C* = .18). Während keine altersabhängigen Unterschiede festzustellen sind, zeigen sich sehr wohl Unterschiede hinsichtlich der unterschiedlichen Schulformen (C*=.20). Insbesondere Hauptschüler weisen höhere und Gymnasiasten niedrigere Autoritarismuswerte auf.

    Auf der Grundlage verschieden umfangreicher finanzieller Ressourcen lassen sich keine Rückschlüsse auf autoritäre Einstellungen ziehen. Betrachtet man die Anhängerschaften unterschiedlicher Parteien, so lässt sich festhalten, dass Sympathisanten rechtsextremer Parteien und Anhänger der CDU erhöhte Autoritarismuswerte zeigen, während die Anhängerschaft grüner und liberaler politischer Programmatik eher niedrige Autoritarismuswerte aufweisen.

     

    Tabelle 1

    Zustimmung zu "autoritären Positionen"

     

    niedrig

    mittel

    hoch

    N

    C

    C*

    Männer

    33.1

    63.7

    3.2

    372

    .14

    .18**

    Frauen

    46.5

    52.1

    1.4

    361

     

     

    15-16 Jahre

    36.2

    62.3

    1.4

    207

    (.10)

    .05

    17-18 Jahre

    38.4

    58.8

    2.7

    328

     

     

    19-20 Jahre

    44.4

    52.3

    3.3

    151

     

     

    21-22 Jahre

    48.9

    51.1

    0.0

    47

     

     

    Hauptschule1)

    31.4

    58.8

    9.8

    51

    (.20)

    .20**

    Realschule

    24.6

    72.3

    3.1

    65

     

     

    Gymnasium

    47.1

    51.8

    1.1

    363

     

     

    Berufsschule

    34.6

    62.9

    2.5

    240

     

     

    bis 100 DM mtl

    39.1

    57.1

    3.0

    266

    (.07)

    .06

    101-300 DM mtl

    43.1

    55.1

    1.9

    216

     

     

    301-500 DM mtl

    35.6

    63.3

    1.1

    90

     

     

    >als 500 DM mtl

    38.6

    58.8

    2.6

    153

     

     

    CDU

    24.1

    72.3

    3.6

    83

    (.30)

    .33**

    SPD

    47.3

    49.3

    3.4

    148

     

     

    F.D.P.

    60.0

    40.0

    0.0

    25

     

     

    Bündnis90/Grüne

    54.3

    44.7

    1.1

    94

     

     

    Rep., DVU u.a.

    15.4

    74.4

    10.3

    39

     

     

    Stichprobe insgesamt

     

     

     

     

     

     

     

    291

    425

    17

    733 u. 71 miss

     

     

     

    39.7

    58.0

    2.3

     

     

     

    Anm. die Prozentangaben sind als Zeilenprozent zu lesen, innerhalb des Gesamtwertebereichs 1 bis 4 gelten Werte von 1 bis unter 2 als "niedrig", von 2 bis unter 3 als "mittel" und von 3 bis 4 als "hoch", C: Kontingenzkoeffizient (Angabe in Klammern, wenn mindestens ein Erwartungswert <5), C*: Kontingenzkoeffizient für eine Kontingenztafel mit folgender von der abgebildeten Tafel abweichenden Klassenbildung (Terzilbildung): "niedrig": das Drittel der Befragten mit den niedrigsten Skalenwerten, "hoch": das Drittel der Befragten mit den höchsten Skalenwerten, "mittel": das (verbleibende) Drittel der Befragten mit mittleren Skalenwerten (Angabe in Klammern, wenn mindestens ein Erwartungswert <5); Signifikanzniveau * =0.05,  **=0.01; N: Anzahl der Befragten der jeweiligen Zeilenkategorie. Aufgrund der wenigen Fälle (19) blieben Gesamtschüler unberücksichtigt

     

    Deskriptive Statistiken

    Die Skala (Summenscore) hat einen Wertebereich von 1 bis 4 und einen Skalen-Mittelwert von 2.10 und eine Varianz von .14. Der niedrigste Skalen-Wert eines Befragten beträgt 1 und der höchste 3.81. Es stehen insgesamt 733 gültige Werte bei 71 (8.8%) fehlenden Werten zur Verfügung.

    Nach der vereinfachten Analyse von drei statt von vier Antwortkategorien weisen von den befragten Jugendlichen ausgesprochen wenige (N = 17; 2.3%) hohe Autoritarismuswerte auf. Über die Hälfte der Jugendlichen zeigt mittlere Werte (58.0%) und ein gutes Drittel niedrige (39.7%).

    Dr. Matthias Ulbrich-Herrmann, E-Mail: matthias.ulbrich-herrmann@fhoev.nrw.de