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Soziale Erwünschtheit (SDS-E)

  • Autor/in: Lück, H. & Timaeus, E.
  • In ZIS seit: 1997
  • DOI: https://doi.org/10.6102/zis169
  • Zusammenfassung: Die Skala dient der Erhebung von Sozialer Erwünschtheit. Diese stellt einen Fehlereinfluss bei Befragungen dar, bei dem Personen ihre Antworten dahingegen abstimmen, dass sie glauben,  au ... mehrf die Zustimmung anderer zu treffen. Die Skala beinhaltet 24 Items, die auf der Basis verschiedener Skalen des Minnnesota Multiphasic Personality Inventory und der Manifest Anxiety Scale entwickelt. weniger
    Abstract: The scale is used to measure social desirability. This is an error influence in surveys in which people vote their responses to believe they are meeting the approval of others. The scale contains 2 ... mehr4 items developed on the basis of different scales of the Minnnesota Multiphasic Personality Inventory and the Manifest Anxiety Scale. weniger
  • Sprache Dokumentation: deutsch
  • Sprache Items: deutsch
  • Anzahl der Items: 24
  • Reliabilität: Split-half-Reliabilität = .63 bis .77
  • Validität: Es liegen Hinweise für die konvergente Validität vor
  • Konstrukt: Soziale Erwünschtheit
  • Schlagwörter: Soziale Erwünschtheit, Selbstdarstellung, Selbstpräsentation, Täuschung | social desirability, self-expression, self-presentation, deception
  • Item(s) in Bevölkerungsumfrage eingesetzt: nein
  • Entwicklungsstand: validiert
    • Instruktion

      Hier ist eine Anzahl von Behauptungen aufgeführt, die persönliche Eigenschaften und Einstellungen betreffen. Lesen Sie bitte jeden Satz und bestimmen Sie, ob die Behauptung in Bezug auf Sie selbst richtig oder falsch ist und machen Sie jeweils einen Kreis um "richtig" oder "falsch".

       

      Items

      Nr.

      Item

      Auswertungs-schablone

      1

      Es fällt mir schwer, meine Gedanken bei einer Aufgabe oder einer Arbeit zu behalten.

      F

      2

      Meistens würde ich lieber dasitzen und in den Tag träumen als irgendetwas anderes tun.

      F

      3

      Ich schlafe unruhig und werde oft wach.

      F

      4

      Ich bin meistens glücklich.

      F

      5

      Kritik oder Schelten verletzen mich stark.

      F

      6

      Ich habe Zeiten gehabt, in denen ich etwas tat, ohne später zu wissen, was ich getan hatte.

      F

      7

      Ich ermüde nicht schnell.

      R

      8

      Ich bemerke oft, dass meine Hand zittert, wenn ich etwas tun will.

      F

      9

      Ich habe oft Träume, die ich am besten für mich behalte.

      F

      10

      Meine Eltern und meine Familie haben mehr an mir auszusetzen, als nötig ist.

      F

      11

      Gewöhnlich rechne ich bei dem, was ich mache, mit Erfolg.

      R

      12

      Ich schwitze leicht, selbst an kühlen Tagen.

      F

      13

      In Gesellschaft habe ich Mühe, den richtigen Gesprächsstoff zu finden.

      F

      14

      Ich kann anderen Leuten leicht Angst vor mir einjagen, und ich tue es auch manchmal aus Spaß.

      F

      15

      Das Leben ist oft eine Last für mich.

      F

      16

      Ich werde leicht verlegen.

      F

      17

      Ich kann meine Gedanken nicht bei einer Sache behalten.

      F

      18

      Ich habe fast immer Angst um irgendetwas oder irgendjemanden.

      F

      19

      Ich bin nicht besonders befangen.

      R

      20

      Die Menschen enttäuschen mich oft.

      F

      21

      Ich mache mir ziemlich viel Sorgen über mögliches Missgeschick.

      F

      22

      Ich werde nervös, wenn ich warten muss.

      F

      23

      Ich erröte nicht öfter als andere.

      R

      24

      Ich scheue mich, einer kritischen Situation oder Schwierigkeit gegenüberzutreten.

      F

       

      Antwortvorgaben

      Das Antwortformat besteht aus den Kategorien „richtig“ und „falsch“.

       

      Auswertungshinweise

      Jedes im Sinne der Skala beantwortete Item wird mit einem Punkt bewertet:

      -       F = bei Ankreuzen der Antwortalternative "falsch" erhält die Person einen Punkt im Sinne sozial erwünschten Antwortverhaltens;

      -       R = bei Ankreuzen der Antwortalternative "richtig" erhält  die Person einen  Punkt im Sinne sozial erwünschten Antwortverhaltens.

      Zur Berechnung der Rohwerte werden diese Punkte aufsummiert. Maximal sind 24 Punkte zu erreichen.

       

       

    Edwards (1957a) ging von der Beobachtung aus, dass einzelne Feststellungen oder Fragen in üblicherweise verwendeten Fragebogen seltener von den Befragten zustimmend beantwortet werden, wenn sie sozial unerwünschte Inhalte haben.

     

     

    Itemkonstruktion und Itemselektion

    Die Skala wurde auf der Grundlage der Items verschiedener MMPI (Minnnesota Multiphasic Personality Inventory) Skalen und des MAS (Manifest Anxiety Scale, Taylor, 1953) von Edwards (1957a, b) entwickelt. Die Auswahl der Items für den SDS-E Fragebogen erfolgte nach der Beurteilung durch zehn Experten.

    Auf dieser Grundlage entwickelten Lück und Timaeus die deutsche Version dieser Skala. Aus dieser wurden alle Items (n = 15) ausgeschlossen, die einen Schwierigkeitsgrad von 0 bis 15 % bzw. 85 bis 100 % aufwiesen oder eine Trennschärfe besaßen, die das Signifikanzniveau von p = 0.005 nicht erreichte.

     

    Stichproben

    Die Stichprobe besteht aus n = 110 Studenten. Weitere Angaben liegen nicht vor.

     

    Itemanalysen

    Die Eindimensionalität der Items wurde vorausgesetzt. Weitere Angaben liegen nicht vor.

     

    Itemkennwerte

    Es liegen Item-Gesamt-Korrelationen der Items in Tabelle 1 vor.

     

    Tabelle 1

    Item-Gesamt-Korrelationen(rit-i) und prozentuale Häufigkeiten

     

    rit-i

    Antworten im Sinne der Skala

    01

    .50

    Antworten im Sinne der Skala

    02

    .34

    40.9

    03

    .27

    67.3

    04

    .51

    82.8

    05

    .52

    59.1

    06

    .44

    69.1

    07

    .37

    60.0

    08

    .34

    56.4

    09

    .37

    62.7

    10

    .32

    65.5

    11

    .55

    80.9

    12

    .42

    78.2

    13

    .39

    59.1

    14

    .23

    71.8

    15

    .54

    69.1

    16

    .56

    70.0

    17

    .58

    62.7

    18

    .39

    56.4

    19

    .47

    81.8

    20

    .33

    67.3

    21

    .45

    77.3

    22

    .42

    58.2

    23

    .31

    51.8

    24

    .35

    78.2

     

     

    Reliabilität

    Die Split-half Reliabilität beträgt r(12) = .63, nach Testlängenkorrektur der Spearman-Brown Koeffizient rc = .77.

     

    Validität

    Als vorläufiges Validitätsmaß kann unter Umständen die Pearson-Interkorrelation der Rohwerte für die SDS-E und die SDS-CM (Social Desirability Scale von Crowne & Marlowe) Skala von r = .43 (deutsche Studenten) gelten (Produkt-Moment-Korrelationen für amerikanische Studenten: r = .35 nach Crowne & Marlowe). Die Korrelation zwischen SDS-E und MAS (Manifest Anxiety Scale, Taylor, 1953) beträgt für deutsche Studenten r = -.83, für amerikanische Studenten r = -.75 nach Crowne und Marlowe. Diese hohe Korrelation zwischen SDS-E und MAS Werten lässt sich daraus erklären, dass der MAS-Fragebogen wichtigstes Ausgangsmaterial für die Entwicklung des SDS-E-Fragebogens war.

     

    Deskriptive Statistiken

    Es liegen prozentuale Häufigkeiten von Antworten in Tabelle 1 vor, wie sie im Sinne der Skala zu verstehen sind (z.B. beim ersten Item die Antwort "falsch", beim fünften Item die Antwort "richtig").

     

     

     

    •       Prof. Dr. Helmut E. Lück,  Fernuniversität Hagen, GHS, FB Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Lehrgebiet Psychologie, Feithstr. 140, Postfach 940, D-58097 Hagen, E-Mail: helmut.lueck@fernuni-hagen.de
    •        Prof. Dr. Ernst Timaeus, Gesamthochschule Essen, FB 02 Erziehungswissenschaften, Psychologie, Leibeserziehung, Fachgebiet Psychologie, Universitätsstr. 11, D-45141 Essen