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Leistungsmotivation (Modick)

  • Autor/in: Modick, H.-E.
  • In ZIS seit: 1997
  • DOI: https://doi.org/10.6102/zis131
  • Zusammenfassung: Der Fragebogen erfasst die Tendenz zur Leistungsmotivation. Dabei gliedert Modick das Konstrukt in die drei Faktoren "Hoffnung auf Erfolg", "Furcht vor Misserfolg“ und "Allgemeines ... mehr Leistungsbedürfnis". Die Entwicklung der Skala basiert auf den Arbeiten von Alpert und Haber (1960), Heckhausen (1963, 1965), sowie Hermans (1968). weniger
    Abstract: The questionnaire measures the tendency towards performance motivation. Modick divides the construct into the three factors "Hope for Success", "Fear of Failure" and "General ... mehrNeed for Performance". The development of the scale is based on the works of Alpert and Haber (1960), Heckhausen (1963, 1965), and Hermans (1968). weniger
  • Sprache Dokumentation: deutsch
  • Sprache Items: deutsch
  • Anzahl der Items: 58
  • Reliabilität: Interne Konsistenz = .84 bis .95; Retest-Reliabilität = .66 bis .79
  • Validität: Hinweis auf die konvergente Validität und die Kriteriumsvalidität.
  • Konstrukt: Leistungsmotivation
  • Schlagwörter: Motivation | motivation
  • Item(s) in Bevölkerungsumfrage eingesetzt: nein
  • Entwicklungsstand: validiert
    • Instruktion

      Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Anzahl von Sätzen, die sich auf Sie beziehen. Bitte beurteilen Sie diese danach, wie stark diese für Sie zutreffen. Da Sie den Sätzen sicherlich nicht immer völlig zustimmen oder sie völlig ablehnen können, werden Ihnen sechs Antwortmöglichkeiten angeboten. Diese reichen von vollständiger Ablehnung (1) bis zu vollständiger Zustimmung (6). Machen Sie bitte ein Kreuz durch diejenige Zahl, die Ihre Meinung am besten trifft.

      Ein Beispiel: "Wenn es zutrifft, dass Sie es überwiegend angenehm finden, lange Zeit fernzusehen, dann kreuzen Sie bitte die 5 an.“

      In diesem Fragebogen gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Ihre Antwort ist gut, wenn sie Ihre Meinung trifft. Denken Sie nicht lange über jede Frage nach. Beim Beantworten werden Ihnen ähnliche Fragen auffallen. Dies sind keine Kontrollfragen. Es geht vielmehr darum, eine Sache unter mehreren Gesichtspunkten zu erfragen. Arbeiten Sie bitte zügig. Lassen Sie bitte keinen Satz aus

       

      Items

      Subskalen:

      0 = Aufmacher bzw. Filteritem

      + / - = positiv bzw. negativ im Sinne der Skala formuliert

      ZBL = zukunftsbezogene Leistungsmotivation

      LHA = leistungshemmende Angst

      LFS = leistungsfördernde Spannung

       

      Nr.

      Item

      Polung

      Sub-skala

      1

      Ich finde es sehr angenehm, lange fernzusehen.

      0

       

      2

      Ich halte es schon für wichtig, mehr zu leisten als andere.

      +

      ZBL

      3

      Wenn ich in eine schwierige Situation komme, fühle ich mich sehr unsicher.

      +

      LHA

      4

      Andere finden, dass ich mehr arbeite als nötig ist.

      +

      ZBL

      5

      Wenn ich mir vergangene Situationen vorstelle, in denen ich Angst hatte, einen Fehler zu begehen, dann muss ich jetzt sagen, dass die Angst mir doch mehr geholfen hat.

      +

      LFS

      6

      Mir scheint es erstrebenswert, in der Gesellschaft weiter zu kommen.

      +

      ZBL

      7

      Wenn ich mich mit meiner Zukunft beschäftige, dann denke ich meistens weit voraus.

      +

      ZBL

      8

      Ich habe große Angst vor Prüfungen.

      +

      LHA

      9

      Wenn ich mit einer Prüfungsarbeit beschäftigt bin und merke, dass ich nicht mehr rechtzeitig fertig werde, gerate ich in Panikstimmung.

      +

      LHA

      10

      Ich plane gern.

      +

      ZBL

      11

      Es fällt mir schwer, an irgendetwas lange zu arbeiten, ohne müde zu werden.

      +

      LHA

      12

      Ich empfinde ein Gefühl von Spannung kurz vor einer Prüfung als sehr gute Vorbereitung.

      +

      LFS

      13

      In kritischen Situationen steigern sich meine Leistungen meistens.

      +

      LFS

      14

      Ich halte es für wichtig, meine Zukunft vorzustrukturieren.

      +

      ZBL

      15

      Nach einer Prüfung fühle ich mich oft niedergeschlagen.

      +

      LHA

      16

      Mir passiert es oft; dass ich in kritischen Situationen in Verwirrung gerate.

      +

      LHA

      17

      Ich werde unruhig, wenn ich vor einer wichtigen Aufgabe stehe, bei der die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler zu begehen, groß ist.

      +

      LHA

      18

      Ich stelle keine großen Anforderungen an meine Arbeit.

      -

      ZBL

      19

      Ich kann besser denken, wenn ich ein leichtes Gefühl ängstlicher Spannung habe.

      +

      LFS

      20

      Ich bin sehr aufgeregt, wenn ich mich einem Intelligenztest unterziehen muss.

      +

      LHA

      21

      Immer, wenn ich leichte Angstgefühle habe, nimmt mein Reaktionsvermögen ab.

      +

      LHA

      22

      Ich finde, dass meine Altersgenossen ruhig etwas härter arbeiten könnten.

      +

      ZBL

      23

      Wenn mich etwas in Spannung versetzt, kann ich weniger gut arbeiten als sonst.

      -

      LFS

      24

      Ich habe oft ein Ziel vor Augen, dessen Verwirklichung noch lange auf sich warten lässt.

      +

      ZBL

      25

      Ich komme meistens zu besseren Leistungen, wenn ich etwas angespannt bin.

      +

      LFS

      26

      In einem Gespräch mit Fremden fühle ich mich meistens nicht so wohl.

      +

      LHA

      27

      Ich bemerke öfter, dass ich nervös bin.

      +

      LHA

      28

      Ich kann besser studieren, wenn ich etwas angespannt bin.

      +

      LFS

      29

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir meine Angstgefühle oft helfen.

      +

      LFS

      30

      Gewöhnlich mache ich mehr als ich mir vorgenommen habe.

      +

      ZBL

      31

      Kurz vor einer Prüfung bin ich sehr nervös.

      +

      LHA

      32

      Ich habe Angst, mich lächerlich zu machen.

      +

      LHA

      33

      Ich empfand es immer schon angenehm, angespannt zu lernen.

      +

      LFS

      34

      Ich finde den Übergang auf neue Situationen sehr schwierig.

      +

      LHA

      35

      Ich finde es sehr wichtig, einen Freund zu haben, der mir auf meinem Arbeitsgebiet etwas geben kann.

      +

      ZBL

      36

      Nach einer Prüfung denke ich oft: Das hättest du noch besser machen können.

      +

      LHA

      37

      Wenn sich bei meinen Arbeiten Schwierigkeiten einstellen, gebe ich oft auf.

      +

      LHA

      38

      Wenn ich während einer Prüfung ein wenig Angst habe, lässt mich mein Gedächtnis oft im Stich.

      +

      LHA

      39

      Im Allgemeinen bin ich wenig auf die Zukunft ausgerichtet.

      -

      ZBL

      40

      Andere finden, dass ich hart arbeite.

      +

      ZBL

      41

      Ich bin selten angespannt.

      -

      LHA

      42

      Es macht mir Spaß, mich mit verzwickten Problemen zu beschäftigen.

      +

      ZBL

      43

      Leichte Angstgefühle sind für meine Leistungen oft günstig.

      +

      LFS

      44

      Meine Freunde und Bekannten halten mich für fleißig.

      +

      ZBL

      45

      Die meisten Leute geraten während eines Intelligenztests in Spannung. Ich glaube, dass Spannung meine Leistungen in so einem Test eher verbessert.

      +

      LFS

      46

      Mir passiert es oft, dass ich in kritischen Situationen Fehler mache.

      +

      LHA

      47

      Meistens habe ich viel zu tun.

      +

      ZBL

      48

      Ich denke, dass etwas Examensfurcht einen zu besseren Leistungen bringt.

      +

      LFS

      49

      Während Prüfungen sind meine Leistungen in starkem Maße durch meine Gefühle beeinflusst worden.

      +

      LHA

      50

      Ein gewisses Maß an Wettbewerb kann nicht schaden.

      +

      ZBL

      51

      Nachdem ich eine schwierige Arbeit begonnen habe, kann ich nur schlecht wieder damit aufhören.

      +

      ZBL

      52

      Wenn ich einmal ein selbstgestecktes Ziel nicht erreicht habe, setze ich alles daran, es doch noch zu schaffen.

      +

      ZBL

      53

      Ich fühle mich schwächer als sonst, wenn ich in schwierigen Situationen etwas angespannt bin.

      +

      LHA

      54

      Ich versuche, mein Leben über einen längeren Zeitraum hinweg zu planen.

      +

      ZBL

      55

      Durchhaltevermögen ist eine wichtige Eigenschaft.

      +

      ZBL

      56

      Ich geriet in eine panikartige Stimmung, wenn während der Schulzeit unvorbereitet Klassenarbeiten geschrieben wurden.

      +

      LHA

      57

      Ich gehe ganz in meiner Arbeit auf.

      +

      ZBL

      58

      Wenn ich etwas tue, muss es auch vollkommen sein.

      0

       

       

      Antwortvorgaben

      6-stufige Likertskalen mit den Vorgaben

      1.     trifft gar nicht zu 

      2.     trifft kaum zu 

      3.     trifft bedingt zu 

      4.     trifft weitgehend zu 

      5.     trifft überwiegend zu 

      6.     trifft vollständig zu 

       

      Auswertungshinweise

      Die Werte der Items werden zu einem ungewichteten Index aufsummiert.

       

    Leistungsmotivation wird als die Tendenz verstanden, sich sowohl vor sich selbst als auch vor anderen besonders hervorzutun. Modick (1977) geht bei der Konstruktion seines Instruments von der Annahme aus, dass sich das Konstrukt Leistungsmotiv in die drei Faktoren "Hoffnung auf Erfolg", "Furcht vor Misserfolg" (vgl. Heckhausen, 1963,1965) und "Allgemeines Leistungsbedürfnis" (vgl. Hermans, 1968) gliedert. Die Faktoren "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Misserfolg" entsprechen Erwartungskomponenten, während der Faktor "Allgemeines Leitungsbedürfnis" der Valenzkomponente der Wert-Erwartungstheorie entspricht.

    Ausgehend von diesen Annahmen unterscheidet Modick zwischen:

    -       Einer zukunftsbezogenen Leistungsmotivation, die im Wesentlichen die Aspekte des heterogenen Konstrukts Leistungsmotiv erfasst. Leistungsthematische Person-Umwelt-Bezüge werden vorwiegend unter den Aspekten der Zukunftsbezogenheit, des allgemeinen Ehrgeizes (Anspruchsniveau), des beharrlichen Bemühens und der Ausdauer (Persistenz) erfragt;

    -       Einer leistungshemmenden Angst, die einen psychischen Zustand meint, der sich besonders in leistungsthematischen Situationen, Prüfungssituationen i.w.S., in der Selbstwahrnehmung leistungsmindernd auswirkt;

    -       Einer leistungsfördernden Spannung  als Fähigkeit, in relativ unstrukturierten, leistungsthematischen Situationen, besonders erfolgreich zu sein. Leichte Angst- und Spannungsgefühle werden als hilfreich für die eigene Leistungsfähigkeit angesehen. Diesen drei Aspekten der Leistungsmotivation entsprechen drei Skalen.

     

    Itemkonstruktion und Itemselektion

    Modick (1977) entwickelte seinen Fragebogen ausgehend von Arbeiten und Instrumenten von Alpert und Haber (1960), Heckhausen (1963, 1965), sowie Hermans (1968):

    Heckhausen gliederte das Konstrukt "Leistungsmotiv" in die beiden Faktoren "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Misserfolg". Hermans (1968) entwickelte diesen Ansatz und den von Alpert und Haber weiter. Er konstruierte den "Prestatie Motivatie Test". Er fasst das Konstrukt Leistungsmotiv als auf drei Faktoren basierend auf: Der "Hoffnung auf Erfolg", der "Furcht vor Misserfolg" und einem "allgemeinen Leistungsbedürfnis". Die Subskala "Hoffnung auf Erfolg" korrespondiert dabei einer entsprechenden Teilskala von Alpert und Haber, die Subskala "Furcht vor Misserfolg" einer entsprechenden Subskala von Heckhausen. Die dritte Subskala "Allgemeines Leistungsbedürfnis" stellte Hermans selbst nach Literaturstudien zusammen. Sie enthält Items, die so heterogen sind wie das theoretische Konstrukt Leistungsmotiv selbst.

    Der hier behandelte Fragebogen von Modick umfasst deshalb ebenfalls drei Subskalen: Die Teilskala "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation" wurde dabei weitgehend von Hermans übernommen, die beiden weiteren Teilskalen "Leistungshemmende Angst" und "Leistungsfördernde Spannung" von Alpert und Haber bzw. Heckhausen.

     

    Stichproben

    Der Fragebogen wurde an Stichprobe 1 (POP I, N = 208) entwickelt. Stichprobe 2 ist eine Teilmenge von POP I (POP II, N = 100), die nach einem Vierteljahr erneut untersucht wurde, Stichprobe 3 (POP III, N = 97) wurde von POP I und POP II unabhängig zusammengestellt.

    Alle Versuchspersonen waren Studenten, mehr als die Hälfte davon weiblichen Geschlechts. Die meisten hatten die Fächer Psychologie und Erziehungswissenschaften belegt. Der Altersdurchschnitt lag zwischen 23 und 25 Jahren.

     

    Itemanalysen

    Während der Skalenentwicklung wurden die dem Instrument von Hermans entlehnten Items und die von Modick selbst entwickelten Items gesonderten Faktorenanalysen nach dem Hauptkomponenten-Modell mit anschließender Varimax-Rotation unterzogen. Die Items von Hermans laden auf drei Faktoren, die weitgehend den Subskalen dieses Autors entsprechen. Die Items von Modick, die bewusste Zukunftsstrukturierung unter leistungsthematischem Aspekt beinhalten, wurden zunächst als vierter Faktor betrachtet. Da aber die Items des Instruments von Hermans mit den Items dieses vierten Faktors höher korrelierten als die interne Konsistenz des vierten Faktors (bzw. der vierten Skala), wurden die Items beider Skalen zu einer Skala "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation" zusammengefasst (Tabelle 1). Somit besteht der Test aus den drei Skalen:

    -       Zukunftsbezogene Leistungsmotivation

    -       Leistungshemmende Angst und

    -       Leistungsfördernde Spannung.

     

    Tabelle 1

    Interkorrelationen der Skalen Zukunftsbezogene Leistungsmotivation  (ZBL), Leistungshemmende Angst (LHA) und Leistungsfördernde Spannung (LFS) in den Stichproben POP I (N = 208), POP II (N = 100) und POP III (N = 97)

    Skala

    ZBL

    LHA

    LFS

    ZBL

     

    -.10

     .26

     

     

    -.14

     .34

     

     

    -.12

     .46

    LHA

     

     

    -.31

     

     

     

    -.32

     

     

     

    -.30

    Anm.  In der ersten Zeile stehen jeweils die Produkt-Moment-Korrelationen für die Stichprobe POP I, in der zweiten die für die Stichprobe POP II und in der dritten die für die Stichprobe POP III.

     

    Itemkennwerte:

    Es werden Item-Gesamt-Korrelationen für die erste Stichprobe (POP I, N=208) aufgeführt (Tabelle 2). Weitere Hinweise liegen nicht vor.

     

    Tabelle 2

    Mittelwerte (M) und Standardabweichungen (s) der Items für die Stichprobe POP I sowie Item-Gesamt-Korrelationen rit

    Item

    M

    s

    rit ZBL

    rit LHA

    rit LFS

    01

    -

    -

        -

       -

        -

    02

    3.02

    1.21

      .46

    .04

    .21

    03

    3.45

    1.22

     -.14

     .53

     -.12

    04

    2.64

    1.23

      .40

    -.21

      .22

    05

    2.26

    1.22

      .12

    -.11

      .52

    06

    3.37

    1.30

      .42

     .02

      .26

    07

    3.36

    1.34

      .61

    -.03

      .10

    08

    3.77

    1.52

     -.16

     .56

     -.28

    09

    1.87

    1.53

     -.16

     .51

     -.17

    10

    4.26

    1.31

      .33

    -.03

     -.01

    11

    3.63

    1.40

     -.22

     .39

     -.03

    12

    2.64

    1.40

      .21

    -.27

      .60

    13

    3.62

    1.33

      .24

    -.25

      .46

    14

    3.65

    1.42

      .57

    -.07

      .19

    15

    2.91

    1.39

     -.05

     .39

     -.05

    16

    3.37

    1.24

     -.11

     .68

     -.21

    17

    4.12

    1.21

      .02

     .56

       19

    18

    4.55

    1.20

      .33

    -.03

     -.00

    19

    2.25

    1.27

      .05

    -.09

      .60

    20

    2.91

    1.51

      .09

     .41

     -.13

    21

    3.44

    1.47

     -.23

     .49

     -.42

    22

    2.21

    1.14

      .37

    -.20

      .24

    23

    3.26

    1.45

      .04

    -.29

      .48

    24

    3.86

    1.37

      .40

     .14

      .09

    25

    3.04

    1.32

      .29

    -.22

      .74

    26

    2.73

    1.39

     -.00

     .36

     -.02

    27

    3.60

    1.50

     -.01

     .52

     -.12

    28

    2.74

    1.31

      .21

    -.19

      .78

    29

    2.12

    1.20

      .14

    -.13

      .66

    30

    2.39

    1.08

      .42

    -.17

      .18

    31

    4.22

    1.41

     -.04

     .61

     -.24

    32

    3.81

    1.44

      .08

     .36

     -.07

    33

    2.30

    1.10

      .24

    -.26

      .50

    34

    2.92

    1.20

      .06

     .44

     -.00

    35

    4.23

    1.44

      .37

     .23

     -.00

    36

    3.83

    1.32

      .26

     .33

     -.14

    37

    2.61

    1.02

     -.26

     .38

     -.04

    38

    3.47

    1.31

     -.13

     .60

     -.39

    39

    3.97

    1.27

      .40

    -.09

      .06

    40

    2.87

    1.32

      .48

    -.29

      .22

    41

    4.29

    1.15

      .06

     .34

     -.10

    42

    4.10

    1.15

      .38

    -.12

      .11

    43

    2.56

    1.21

      .23

    -.21

      .77

    44

    3.29

    1.27

      .53

    -.22

      .20

    45

    2.62

    1.28

      .24

    -.26

      .69

    46

    3.34

    1.10

     -.05

     .58

     -.25

    47

    4.25

    1.26

      .43

     .05

     -.02

    48

    2.53

    1.28

      .13

    -.22

      .68

    49

    3.37

    1.26

     -.01

     .38

     -.03

    50

    3.61

    1.18

      .44

    -.11

      .33

    51

    3.31

    1.31

      .49

    -.08

      .17

    52

    3.75

    1.18

      .51

    -.13

      .10

    53

    3.39

    1.30

     -.15

     .51

     -.48

    54

    3.64

    1.35

      .63

     .11

      .11

    55

    4.54

    1.07

      .40

     .14

      .01

    56

    2.91

    1.38

     -.03

     .38

     -.08

    57

    2.62

    1.22

      .44

    -.15

      .16

    58

    -

    -

        -

       -

        -

    Die Kennwerte beziehen sich auf POP I, N = 208. ZBL = Zukunftsbezogene Leistungsmotivation, LHA = Leistungshemmende Angst, LFS = Leistungsfördernde Spannung. Item-Gesamt-Korrelationen: rit ZBL = Item-Gesamt-Korrelationen part-whole korrigiert gegen ZBL, rit LHA = Item-Gesamt-Korrelationen part-whole korrigiert gegen LHA, rit LFS = Item-Gesamt-Korrelationen part-whole korrigiert gegen LFS.

     

    Reliabilität

    Die Kennwerte der Skalen (interne Konsistenzen nach Hoydt, Kuder-Richardson-Formel 8; split-half-Reliabilität nach Guttman) können als befriedigend bis sehr gut angesehen werden. Je nach Algorithmus und Skala variieren sie zwischen rtt = .84 und rtt = .95. Die Retest-Reliabilitäten liegen etwas niedriger: zwischen rtt = .66 für die Skala LFS und rtt = .79 für die Skala LHA. Der Zeitraum zwischen Test und Retest betrug drei Monate.

     

    Validität

    Kriterienbezogene Validität:

    1.     Es werden Korrelationen der Subskalen Name=fw5; HotwordStyle=Color; "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation", "Leistungshemmende Angst" und "Leistungsfördernde Spannung" mit verschiedenen Persönlichkeitsvariablen angegeben (Tabelle 3).

    2.      Die Subskala "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation" korreliert  r = .68 (POP I) mit dem  inhaltlich verwandten Fragebogen von Ehlers und Merz (vgl. Ehlers, 1969). Nach einer Inhaltsanalyse dieser beiden Instrumente mit zehn Kategorien von Hermans (1970) erfasst die Subskala "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation" Leistungsdimensionen unter einem zukunftsbezogenen und einem strukturierenden Aspekt, während der Fragebogen von Ehlers und Merz (vgl. Ehlers, 1969) das Leistungsmotiv mehr unter dem Gesichtspunkt eines harten Arbeitseinsatzes abfragt.

    3.     Nach Mittelwertsvergleichen (t-Test) der Daten aus zwei Stichproben (POP I und POP II) haben männliche Probanden mehr "Zukunftsbezogene Leistungsmotivation", "Leistungsfördernde Spannung" und "Leistungsmotivation" nach Ehlers und Merz (vgl. Ehlers, 1969), weibliche mehr "Leistungshemmende Angst". Dieses Ergebnis bestätigt Befunde von Caesar (1972, S. 116), Ehlers (1969, S. 535), Sarason et al. (1960) und Sader und Specht (1967, S. 100).


     

    Tabelle 3

    Korrelationen der Skalen Zukunftsbezogene Leistungsmotivation (ZBL), Leistungshemmende Angst (LHA) und Leistungsfördernde Spannung (LFS) mit Persönlichkeitsvariablen

     

     

    Persönlichkeitsmerkmale

    Skala/Sample

    df

    E

    N

    NR

    DO

    IA

    LL

    D

    ZBL

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

    .23

     

    .54

     

    .22

    .27

     

    POP II

    98

     

     

    .50

     

    .26

     

    .27

    LHA

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

    -.30

    .57

     

    .28

    .34

     

     

    POP II

    98

    -.31

    .64

     

    .30

     

    -.28

     

    LFS

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

     

     

     

     

     

     

     

    POP II

    98

     

     

    .25

     

     

     

     

    Anm. E = Extraversion, N = Neurotizismus, NR = Rigidität, DO = Dogmatismus, IA = Intoleranz, LL = Lügenskala, D = Direktivitätsskala. Es sind nur Korrelationskoeffizienten aufgenommen, die bedeutsam von Null abweichen (p < = .01).

     

    Skala/Sample

    df

    E

    N

    NR

    DO

    IA

    LL

    D

    ZBL

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

    .23

     

    .54

     

    .22

    .27

     

    POP II

    98

     

     

    .50

     

    .26

     

    .27

    LHA

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

    -.30

    .57

     

    .28

    .34

     

     

    POP II

    98

    -.31

    .64

     

    .30

     

    -.28

     

    LFS

     

     

     

     

     

     

     

     

    POP I

    124

     

     

     

     

     

     

     

    POP II

    98

     

     

    .25

     

     

     

     

    Anm. E = Extraversion, N = Neurotizismus, NR = Rigidität, DO = Dogmatismus, IA = Intoleranz, LL = Lügenskala, D = Direktivitätsskala. Es sind nur Korrelationskoeffizienten aufgenommen, die bedeutsam von Null abweichen (p < = .01).

     

    Deskriptive Statistiken

    Mittelwerte und Standardabweichung der Items (für POP I) liegen vor (Tabelle 2), ebenfalls Mittelwertsvergleiche (t-Tests) zwischen männlichen und weiblichen Probanden für POP I (Tabelle 4).

     

    Tabelle 4

    Vergleich der Mittelwerte (M) und Standardabweichungen (s) männlicher und weiblicher Probanden für die Skalen Zukunftsbezogene Leistungsmotivation (ZBL), Leistungshemmende Angst (LHA) und Leistungsfördernde Spannung (LFS)

     

    Männer (N = 93)

    Frauen (N = 115)

    t-Test

    Skala

    M

    M

    t

    p

    s

    s

    df

     

    Zukunftsbezogene Leistungsmotivation

    82.18

    74.02

    4.72

    .000

    14.82

    12.74

    206

    .001

    Leistungshemmende Angst

    71.87

    79.08

    -3.46

    .001

    13.19

    16.81

    206

    .001

    Leistungsfördernde Spannung

    32.73

    31.05

    1.13

    .129

    10.54

    10.69

    206

     

     

     

    Kontakt zu Autor(en)

    -       Hans-Eberhard Modick, E-Mail: hans-eberhard.modick@iew.phil.uni-hannover.de